Projekte

Immer wieder wird das Netzwerk Leseförderung durch gemeinsame Projekte in der Stadt sichtbar.

Kalendertöne Präsentation

Vorstellung-Projekt-Kalendertoene-2016

Am 6. Juli 2016 war es soweit: das Netzwerk Leseförderung konnte sein Projekt „Kalendertöne – ein immerwährender akustischer Jahreskalender“ präsentieren. Die Kooperationspartner Bayern liest e.V., Lesefüchse e.V., Münchner Stadtbibliothek und die Stiftung Zuhören hatten in den Saal des Bayerischen Rundfunks eingeladen. Es kamen Sponsoren, diebeteiligten Schulklassen, Lehrerinnen und Lehrer, Mediencoaches und Interessierte.

Die Spannung war groß, konnten die Kinder nun doch das erste Mal ihre eigenen Hörprodukte hören und ihren mitgestalteten Kalender sehen. Mit Schwung moderierte Geli Schmaus den Vormittag, lies die Kinder auf die Bühne kommen und befragte sie zu ihren Texten. Mit dem Smartphone bewaffnet konnten die QR Codes gescannt und anschließend die produzierten Audios gehört werden. Begeistert waren Kinder und Zuhörer von der Vielfalt der entstandenen Beiträge, die von Haikus über Interviews bis hin zu eigenen Geschichten reichten. Auch die künstlerische Umsetzung der Texte ist vielfältig und kann nun auf den Kalenderblättern bewundert werden.

Für einen festlichen Rahmen sorgte die beteiligte Bläserklasse der Artur- Kutscher Realschule mit ihren Musikstücken. Am Ende gab es für alle Kinder Brezen und Getränke und natürlich einen Kalender.

Das Netzwerk möchte sich nochmals bei allen Sponsoren ( Bayern liest e.V., Lesefüchse e.V., Kulturreferat der Stadt München, Waldemar Bonsels Stiftung) bedanken. Besonderer Dank gilt dem Graphiker Christopher Roos von Rosen für die Gestaltung des Kalenders und Tanja Danzl, die die QR Codes auf der Netzwerkseite verortete und auch sonst die Internetseite betreut.

Ab Herbst 2016 wird der Kalender in alle Münchner Schulen und die städtischen Kindertagesstätten geliefert.

Interessenten können den Kalender über das Netzwerk kostenlos bestellen.

Hier können Sie auch die Handreichung für Lehrer herunterladen.


 

Fachtag 23.Juni 2016

Die Sprache kommt zu dir – Literarische Ansätze für Deutsch als Zweitsprache

Fachtag-Netzwerk-lesefoerderung-2016

Am Donnerstag, den 23.6.2016 fand der erste Fachtag des Netzwerk Leseförderung München statt.
Bei strahlendem Sonnenschein  konnten 60 Lehrerinnen und Lehrer, pädagogische Fachkräfte und Ehrenamtlich Tätige vier verschiedene Workshops von vier Netzwerkpartnern in der Seidlvilla besuchen. Das wunderbare Ambiente regte die Kreativität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an.

Im Workshop der Stiftung Lyrik Kabinett präsentierte die Jugendliteratur-Kennerin und -Herausgeberin Christine Knödler das Projekt „Lust auf Lyrik“. Es folgten praktische Übungen zum Finden eines Reimwortes mittels eines Wurfspiels, bei dem im weiteren Verlauf ein neues Gedicht entsteht. Auch das Hören eines fremdsprachigen Gedichts kann mit einem eigenen Text beantwortet werden, der das Verstandene wieder zu geben glaubt. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen folgten den mit Begeisterung den Anregungen Frau Knödlers und verfassten so spontane Texte.

Fachtag-Netzwerk-Lesefoerderung-Workshop-2016

Im Workshop des Vereins SprachBewegung e.V. beschäftigten sich die Workshopteilnehmer und Teilnehmerinnen mit der Umsetzung von Texten in Bewegung. Im Anschluß an den Vortrag entspann sich eine intensive Diskussion zum Thema, bei dem Kontakte für Kooperationen im Bereich der Lehrerfortbildung und der Kurse für Deutsch als Zweitsprache entstanden.

Im dritten Workshop der Internationalen Jugendbibliothek demonstrierte Sebastian Huber verschiedene Methoden und Programme, wie auf die fremde Sprache Lust gemacht werden kann. Er zeigte, wie man mit assoziativem Zeichnen in Kommunikation treten kann und dabei eine Geschichte entsteht. Auch Sketchnotes, bei denen Wort und Bild verknüpft werden helfen Sprachbarrieren zu überwinden. Diese und weitere Anregungen konnten die Besucher selbst ausprobieren, um sie dann in ihren Ü-Klassen etc. direkt umzusetzen oder diese Workshops in der Internationalen Jugendbibliothek zu besuchen.

Unter dem Motto Schreiben Drucken Binden – Kinder machen Bücher stellten die Buchkinder München drei Projekte vor, die durch kreative Herangehensweise den Erwerb der deutschen Sprache fördern. So ist dies zum einen die Gestaltung eines mehrsprachigen Bildwörterbuchs und ein ABC-Buch voller Alliterationen für Grundschulkinder. Zum anderen das Projekt, „Meine Klasse“, das hauptsächlich in Ü-Klassen zum Einsatz kommt. Im Rahmen dieser Aktion schreiben die Schüler und Schülerinnen einen kurzen Text über sich selbst bzw. über ihr Herkunftsland, entweder in der jeweiligen Muttersprache oder in Deutsch.

Bei allen Projekten entwickeln die Kinder ihre Geschichten / Wörter / Sätze zu eigenen Büchern – sie schreiben ihre Ideen auf, illustrieren, setzen und drucken, bis sie schließlich stolz ihr eigenes Buch in den Händen halten. Neben diesen theoretischen Erläuterungen konnten sich die Teilnehmer  gleich selbst ausprobieren. Jeder der Anwesenden hat eine Alliteration geschrieben und mittels Linoldruck illustriert. Allen hat es große Freude bereitet!

In der Pause war Gelegenheit sich auszutauschen und die Angebote des gesamten Netzwerkes kennen zu lernen. Ein sehr gelungener Nachmittag für Besucher und Veranstalter.


Erste Schulworkshops zum Projekt Kalendertöne

Am 29. Januar 2016 war der Lyriker Matthias Göritz bei der Klasse 5b der Mittelschule an der Ridlerstraße zu Besuch. Für das Projekt Kalendertöne sollte er die Kinder an das Thema Haiku heranführen. Als Einführung las er Ihnen eine kleine Geschichte vor. Am Schluss dieser Geschichte verwandeln sich die SchülerInnen mittels einer Zauberkiste in ihre Lieblingsfigur und erleben ein Abenteuer . Dieses Erlebnis sollten die Kinder aufschreiben. Jedes Kind erhielt die Gelegenheit, seine Geschichte vorzustellen.

Schulworkshop Leseförderung

Schulworkshop Leseförderung

Herr Göritz stellte den Kindern den Aufbau eines Haikus anhand des Haikus „Ein Frosch springt in den Weiher“ vor. Nach anfänglichen Schwierigkeiten erstellten die SchülerInnen mit großem Elan und Eifer eigene Haikus zu ihren Geschichten. Auf dem nächsten Termin mit den Mediencoaches und im Bayerischen Rundfunk sind alle gespannt.


„Lust auf Lyrik“

Das Projekt „Lust auf Lyrik“ besteht seit 2005 und eröffnet Schülerinnen und Schülern einen Zugang zur Dichtung jenseits des regulären Lehrplans: Zwei vom Lyrik Kabinett ausgewählte Dichter arbeiten mit Jugendlichen einer Schulklasse oder eines Kursespoetisch-kreativ acht Doppelstunden des Deutschunterrichts lang, in Abwesenheit der Lehrkräfte. Die Ergebnisse werden abschließend an einem eigenen Abend präsentiert.

Sammelkurs-Q11-LaL-Darstellung-Netzwerk-Lesefoerderung

„Weil ich eins und doppelt bin“: Schülerinnen und Schüler des Sammelkurses Türkisch Q11 der Städtischen Gymnasien mit eigenen Übersetzungen und Gedichten bei der Generalprobein der Lyrik-Bibliothek © Lyrik Kabinett

In diesem Schuljahr verwirklichte die Stiftung Lyrik Kabinett insgesamt sechs Module von „Lust auf Lyrik“ in Neuperlach; ermöglicht wurde dies durch eine großzügige Förderung insbesondere durch das Lokale Bildungsmanagement Neuperlach.

Über vier dieser Module sei hier kurz berichtet: An einer *Lehrer-Fortbildung zu „Lust auf Lyrik“* (am 15.11.2013) nahmen 17 Lehrer und Lehrerinnen des Werner-von-Siemens-Gymnasiums und der Wilhelm-Busch-Realschule in Neuperlach teil. Die Fortbildung wurde von den erfahrenen „Lust-auf-Lyrik“-Projektleitern Karin Fellner und Àxel Sanjosé geleitet und erfuhr allseits ein sehr positives Echo. Da mehrere Lehrkräfte auch anderer Schulen ein reges Interesse an solchen Fortbildungen angemeldet haben, plant das Lyrik Kabinett, dieses Modul in Zukunft weiterhin anzubieten.

Vor allem die Schlusspräsentation der *türkisch-deutschen Schreib- und Übersetzungswerkstatt des Sammelkurses Türkisch Q11 der Städtischen Gymnasien* (am Montag, den 26.5.2014, in der Lyrikbibliothek) war eindeutig ein neues Highlight der Projektreihe. Die Projektleiterin Andrea Heuser hatte die 18 Schülerinnen und Schüler dazu angespornt und angeleitet, sowohl einige der bedeutendsten lyrischen Texte deutscher Sprache (Goethe, Hölderlin, Brecht) ins Türkische zu übertragen, als auch wichtige Gedichte von türkischen Autoren (Nazim Hikmet, Orhan Veli,**Necip Fazil Kisakürek) ins Deutsche. Außerdem stellte sie den Jugendlichen, die in ihrem Leben noch kaum übersetzt (sondern nur in Bedarfsfällen gedolmetscht) und zum Teil noch nie ein Gedicht geschrieben hatten, die phantasie-auslösende Aufgabe, sich in eine Person oder eine Örtlichkeit zu versetzen. Hieraus entstanden Gedichte über Orte und Städte in der Türkei oder auch die verunglückten türkischen Bergleute in Soma, die das gesamte Publikum beeindruckten.

In einem Podiumsgespräch, das Frau Heuser mit dreien der Kursteilnehmerinnen führte, wurden zudem Fragen berührt wie: In welcher Sprache träumen oder fluchen wir? Inwiefern führt die Übersetzungstätigkeit zu Erkenntnissen des Unübertragbar-Eigenen einer Kultur? etc. Hinzukommend hatten die Schülerinnen und Schüler – auf eigene Initiative – Einlagen mit türkischer Musik vorbereitet.

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Die Klasse 6a der Wilhelm-Busch-Realschule mit „Lust auf Lyrik“ im Kulturhaus Neuperlach © Gerald Fiebig

Ähnlich eindrücklich endete die Pilot-Staffel an einer anderen Schulart – mit der *Klasse 6a der Wilhelm-Busch-Realschule *– im Kulturhaus Neuperlach am 28.5.2014. Die Projektleiter hatten die Klasse mit einem breiten Spektrum poetischer Aufgaben gefordert, das von Anagramm und Metaphernspielen, über ABC- und Lautgedichte bis zu Stilimitationen nach Wilhelm Busch reichte. Der Abend erwies, dass das Konzept von „Lust auf Lyrik“ nicht nur ohne programmatische Modifikationen auf andere Schularten übertragbar ist, sondern dass es in einer Realschule einen pädagogischen Effekt erzielen kann, der womöglich noch höher ist als bei Gymnasiasten, die in ihrem Lehrplan eher mit Lyrik in Kontakt und vergleichsweise häufiger in die Situation kommen, sich auf einer schulischen Bühne beweisen zu können. Das Publikum und vor allem die jungen Dichterinnen und Dichter zeigten sich an dem Abend euphorisch und erhoben davon, dass sie diese kollektive Präsentation zu einem in sich schlüssigen und amüsanten Erfolg führen konnten.

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Die Klasse 7b des Werner-von-Siemens-Gymnasiums mit einem kollektiven Rap im Kulturhaus Neuperlach © Pierre Jarawan

Schließlich erwies der Abschlussabend der *‚Aufbaustaffel‘ mit der Klasse 7b des Werner-von-Siemens-Gymnasiums* (am 4.6.2014 ebenfalls im Kulturhaus Neuperlach) auch die Langzeitwirkung des Projekts: Die Schülerinnen und Schüler, die das Projekt bereits als 6-Klässler erlebt hatten, waren in die Aufbaustaffel mit markanter Vorfreude gestartet, die auf den Rest der Klasse als wichtiger Ansporn gewirkt hatte. Dies war in der konzentrierten und straffen Bühnendarbietung deutlich zu spüren, auch an Details wie etwa der Tatsache, dass sich die jungen Dichterinnen und Dichter auf diesen Auftritt in ihrer Kleidung und ihren Frisuren etc. festlich vorbereitet hatten. Die Darbietung selbst verband vielfältige Ansätze des Umgangs mit Lyrik zu einem kurzweiligen Programm, zu dessen Höhepunkten sogar eine Lyrikverfilmung und ein kollektiver Rap zählten. Die Idee einer ‚Aufbaustaffel‘ stellt ein Modell dar, das in den nächsten Jahren unbedingt weiter verfolgt werden soll.

Wir danken allen Kooperationspartnern und Förderern – insbesondere dem Kulturreferat der LH München, dem Bildungslokal Neuperlach und dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst–, dass wir mit ihrer Unterstützung so schöne „Lust auf Lyrik“ schaffen und zugleich befriedigen konnten!

Dr. Pia-Elisabeth Leuschner
(Stiftung Lyrik Kabinett)

Näheres über den Stand unserer „Lust-auf-Lyrik“-Planungen für das Schuljahr 2014-15 finden Sie ab Ende September auf unserer Homepage:
www.lyrik-kabinett.de


Netzwerke der Leseförderung vernetzen sich

München/Hamburg, 24. Juli 2013. Vertreter des Lesenetzes Hamburg und des Netzwerks Leseförderung München trafen sich erstmalig zum Erfahrungsaustausch in der Münchner Stadtbibliothek. Im Mittelpunkt stand das gegenseitige Kennenlernen von Strukturen, Projekten und nicht zuletzt Finanzierungsideen.

In beiden Netzwerken haben sich jeweils 25-30 Verbände, Vereine und Institutionen schulischer wie außerschulischer Leseförderung zum Informationsaustausch und zu gemeinsamen Aktivitäten zusammengeschlossen, darunter Bibliotheken, Literaturhäuser, Leseinitiativen, Lesefestivals, Buch-/Schreibwerkstätten.

„Wir sind uns einig, dass der Austausch mit Kollegen nicht nur innerhalb der eigenen Stadt, sondern auch mit anderen Städten den Blick auf das eigene Tun schärft und im Gespräch neue Ideen entstehen lässt“, so Annette Huber vom Lesenetz Hamburg.
„Viele unserer Themen sind ähnlich, aber gibt es immer wieder neue Ideen und Anstöße“, ergänzt Birgit Franz vom Netzwerk Leseförderung München. „Daher werden wir den Kontakt auf jeden Fall weiterführen und sind sehr daran interessiert, herauszufinden, in welchen Städten weitere Netzwerke existieren, um auch deren Arbeit kennenzulernen.“

Netzwerktreffen_Lesefoerderung_2013

Foto: Konrad Kuhn

Netzwerke der Leseförderung können sich gerne in München oder Hamburg melden:
Lesenetz Hamburg:
netzwerk@seiteneinsteiger-hamburg.de
www.lesenetz-hamburg.de
Netzwerk Leseförderung München:
info@leseförderung-münchen.de
www.leseförderung-münchen.de


Get together! – Literarturtalk im Stadtmuseum

Im Rahmen der Münchner Bücherschau Junior 2013 lud das Netzwerk Leseförderung München Autoren, Illustratoren, Verlagsleute, Buchhändler, Erzieher, Lehrer, Eltern, Rezensenten, Bibliothekare und Leseförderer zum gemeinsamen Kennenlernen ein. Zusammen mit dem neuen Flyer präsentierten sich die Mitglieder des Netzwerks an Infotischen und boten die Möglichkeit mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sich zu informieren.

Im Literaturtalk diskutierten die Journalistin und Rezensentin Christine Knödler, der Lektor Frank Griesheimer und die Autorin und Illustratorin Dagmar Geisler über Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur. Eine interessante Gesprächsrunde, in der die Meinungen zum Teil weit auseinander gingen und mit spannenden Argumenten belegt wurden.
Der gemeinsame Austausch gab der Veranstaltung einen gelungen Abschluss.

Netzwerk Leseförderung München

Literaturtalk11-Reger

Der Bereich der Kinder- und Jugendliteratur ist ebensounübersichtlich wie die Kriterien ihrer Beurteilung (in den Medien). Andererseits spielt die Förderung junger Leser eine immer wichtigere Rolle. Eltern, Erzieher und Lehrer suchen Orientierung.
Die Journalistin und Rezensentin Christine Knödler, der Lektor Frank Griesheimer und die Autorin und Illustratorin Dagmar Geisler debattieren über Neuerscheinungen der Kinder- und Jugendliteratur.

Anschließend ist Zeit zum Kennenlernen: Das Netzwerk Leseförderung München lädt Autoren, Illustratoren, Verlagsleute, Buchhändler, Erzieher, Lehrer, Eltern, Rezensenten, Bibliothekare, Leseförderer dazu ein.

Das Netzwerk Leseförderung München ist ein Zusammenschluss verschiedener Münchner Organisationen, Bibliotheken und Vereine, die Leseförderungsprojekte im schulischen und außerschulischen Rahmen anbieten: Lesungen, Schreibwerkstätten, Sprachworkshops u.v.m. Seine Akteure finden Sie unter www.lesefoerderung–muenchen.de.

Donnerstag, 07.03. · 17.00 Uhr · Saal des Münchner Stadtmuseums · Eintritt frei


Literaturzeitung „Über die Schulter geschaut“
Kinder besuchen Münchner Autoren, Illustratoren und andere Büchermacher

„Über die Schulter geschaut – Münchner Kinder besuchen Münchner Büchermacher“ ist eine Initiative des Netzwerks Leseförderung in München, in dem sich mehr als zwanzig Institutionen und Vereine zusammen- geschlossen haben. Ziel ist die praktische außerschulische Leseförderung durch Aktionen, Projekte, Festivals, Veranstaltungen und Workshops sowie Lobbyarbeit für das Bildungsziel Lesekompetenz.

Die Kinderreporter haben 25 Porträts mit vielen persönlichen, lustigen und interessanten Einblicken in die Arbeit der Büchermacher geschrieben, einige Schüler haben die grafische Umsetzung begleitet. Es sind Ortsbegegnungen und Innenansichten in den Entstehungsprozess von Büchern entstanden, die nun als Sonderausgabe der Münchner Kinderzeitung erscheinen. Sie wird kostenlos an allen Münchner Schulen verteilt und kann als pdf auf den Seiten des Münchner Stadtbibliothek heruntergeladen werden.

Mehr Informationen zum Thema und Downloadmöglichkeit
http://www.muenchner-stadtbibliothek.de/stadtbibliothek/stadtbib-home.html?naid=21318

Preisverleihung in Berlin „Kinder zum Olymp”:

Erster Preis in der Sparte: Literatur geht an das Carl-Spitzweg-Gymnasium und seine Partner

Am Montag, den 10. September, nahm eine zehnköpfige  Abordnung des Carl-Spitzweg-Gymnasiums als Preisträger an der Verleihung des bundesweiten Wettbewerbs „Kinder zum Olymp! “teil.

Die Preise zum 8. bundesweiten Wettbewerb mit dem Thema „Schulen kooperieren mit Kultur“ wurden im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt vergeben. 730 Projekte aus 14 Bundesländern hatten sich für den Wettbewerb der Bundesinitiative“ Kinder zum Olymp!“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck beworben.

Am Ende wurden 29 Preisträger für ihre herausragenden Projektergebnisse  u.a. aus den Sparten Kunst, Musik, Theater und Literatur ausgezeichnet. Unter ihnen das Literaturprojekt „Über die Schulter geschaut“ des Carl-Spitzweg-Gymnasiums aus Germering in Kooperation vor allem mit dem Kulturreferat der Stadt München, dem Netzwerk Leseförderung und der Designagentur: „Designliga“. 1.000 Euro Preisgeld erhielt die Arbeitsgruppe von 180 Schülern unter Leitung von Ulrike Roos für die Gestaltung der Literaturzeitschrift „Über die Schulter geschaut“.

In der Begründung der Jury werden die Originalität der Arbeit und die Übertragbarkeit des Konzeptes auf andere Schulen und Städte hervorgehoben. Besonderes Lob erhielt das Projekt dafür, dass es so vielfältige Möglichkeiten einer Mitarbeit bot, bei der Schüler verschiedener Altersstufen ihre ganz individuellen Fähigkeiten und Interessen über einen längeren Zeitraum einbringen konnten.

Die Zeitschrift stellt 25 in München und Umgebung lebende Autoren, Illustratoren und Verlage in Text und Bild vor. Die Schüler des CSG waren in den gesamten 10-monatigen  Entstehungsprozess von der Recherche über 7 Interviews und zahllose Gestaltungsentwürfe bis hin zur Schlussredaktion aller 25 Artikel mitverantwortlich einbezogen worden. Auch die offizielle Präsentation im Gasteig gehörte mit dazu.

Aber die Arbeit zahlte sich am Ende aus. Voller Stolz konnten nun die Vertreter des Carl-Spitzweg-Gymnasiums den Preis und die Anerkennung bei  einer halbtägigen, sehr  festlichen Veranstaltung für dieses  Projekt in Berlin entgegennehmen.

Dank der Unterstützung der Projektpartner wird es jetzt eventuell möglich, eine zweite Ausgabe auch für Jugendliche zu gestalten. Sechs Artikel sind schon fertig, dazu Fotos und ein sendereifes Interview. Auch ein Buchprojekt entsteht gerade mit dem BR, für das-  wie beim Magazin- die Ehemaligen des CSG, die Spitzwegianer, wieder als  großzügige Förderer gewonnen werden konnten.

Svenja König
September 2012